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Ein Jubiläum ist immer ein Moment, auf das Geleistete zurückzuschauen und es zu würdigen. Es ist aber gleichzeitig Anlass und Auftrag für die Bertelsmann Stiftung, nicht still zu stehen und die zukünftigen Herausforderungen für uns Menschen in unserer Welt in den Fokus zu nehmen.

Bildung und Vielfalt

AUTOREN: Inge Michels, Angela Müncher und Tanja Breukelchen
BILDNACHWEIS: Veit Mette

Montagmorgen. Die zweite Unterrichtsstunde in der Sekundarschule in Gelsenkirchen-Hassel. Vor Altan, Esma und Marco* aus der 5a liegen Arbeitsblätter. Wer die auf Fußbällen abgebildeten Zahlen richtig addiert, findet heraus, in welchem Lösungstor die Bälle landen. Konzentriert arbeiten die Schülerinnen und Schüler an ihren Tischen.

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Die 5a ist eine „gemeinsame Lernklasse“: Vorne stehen Regelschullehrerin Nora Anders und Förderschullehrerin Gabi Biergans. Als Team unterrichten sie die insgesamt 24 Kinder. Fünf davon haben den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen, eines ist körperbehindert und Joana vorne rechts hat den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Dem außenstehenden Beobachter fällt das nicht auf, auch nicht nach längerem Betrachten. Nur die lntegrationshelferin am ersten der vier Gruppentische lässt darauf schließen, dass hier Kinder eine besondere Unterstützung erfahren.

Schule für alle

Die Sekundarschule Gelsenkirchen-Hassel nennt sich „Schule für alle“. Vielfalt wird hier groß geschrieben. Was nach Floskel klingen könnte, hat hier Substanz. Wo Kinder mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung unterrichtet werden, wo auf drei Schulabschlüsse parallel vorbereitet wird, da führt am professionellen Umgang mit Vielfalt kein Weg vorbei.

Ein wichtiger Ansatz, betont auch Dr. Jörg Dräger vom Vorstand der Bertelsmann Stiftung: „Heterogenität ist mittlerweile in allen Bildungseinrichtungen Realität. Wenn man produktiv mit ihr umgeht, kann diese Vielfalt eine Chance sein und kein Problem. Doch gerade daran scheitert unser heutiges Bildungssystem noch viel zu oft.“

„Heterogenität ist mittlerweile in allen Bildungseinrichtungen Realität. Wenn man produktiv mit ihr umgeht, kann diese Vielfalt eine Chance sein und kein Problem. Doch gerade daran scheitert unser heutiges Bildungssystem noch viel zu oft.“
Dr. Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung

Kooperationsprojekt

„Vielfalt fördern“ ist ein Kooperationsprojekt des Ministeriums für Schule und  Weiterbildung NRW und der Bertelsmann Stiftung. Seit dem Schuljahr 2012/2013 unterstützt das Projekt Lehrkräfte dabei, den unterschiedlichen Voraussetzungen und Potenzialen der Schülerinnen und Schüler im Unterricht gerecht zu werden. Das geschieht durch modularisierte Qualifizierungen in Schulen nordrhein-westfälischer Projektregionen.

Genau wie die Sekundarschule Hassel nimmt auch die Willy-Brandt-Gesamtschule in Bottrop den Weg der Vielfalt. Die Fortbildung „Vielfalt fördern“ kam dort genau zur rechten Zeit. Die Qualitätsanalyse – ein verpflichtendes externes Evaluationsverfahren in NRW – bescheinigte der Schule ihre gute Arbeit. Eine Sache legte sie Schulleitung und Schule jedoch nahe: Sie sollte Strukturen schaffen, um den Unterricht systematisch weiterzuentwickeln und die Kolleginnen und Kollegen anzuregen, in Teams zu arbeiten.

Überzeugte Mehrheit

Nach Diskussionen in der Lehrerkonferenz entschied sich die Mehrheit des Kollegiums daraufhin, sich um die Teilnahme am Programm „Vielfalt fördern“ zu bewerben. Man wollte diese Fortbildung als Chance zu nutzen, die Hinweise aus der Qualitätsanalyse nach mehr Unterrichtsentwicklung und Teamarbeit aufzugreifen. Denn die Erfahrung zeigt: Wo das Denken und Arbeiten in Teams gelingt, wirkt das positiv auf den Unterricht.

Das kann allerdings nicht verordnet werden. Immer noch kommt das Arbeiten in Teams in vielen Schulen einem Paradigmenwechsel gleich, der Routinen im Unterrichtsalltag auf den Kopf stellt.

Keine kleine Revolution

Genau deshalb hat Schulleiter Jochem von Schwerdtner den Prozess nicht als kleine Revolution geplant sondern versucht, alle Kolleginnen und Kollegen mit ins Boot zu holen: „Man muss als Schulleitung von dem Konzept der Fortbildung und insbesondere von dem Nutzen der Unterrichts- und Schulentwicklung für die eigene Schule absolut überzeugt sein. Sonst besteht die Gefahr, dass bei dem ersten Stolperstein die Stimmen der Kritiker das Projekt zum Scheitern bringen können. Und solche kritischen Stimmen gibt es an einer Schule immer, egal was Sie vorhaben oder vorantreiben wollen.“

* Die Namen der im Text erwähnten Schülerinnen und 5chüler wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen verändert.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Vielfalt fördern – Individuelle Förderung im Unterricht
Video anschauen
Heterogenität im Klassenzimmer ist der Normalfall
Der Schlüssel zu einem fairen und leistungsstarken Bildungssystem ist die individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen.
http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/in-vielfalt-besser-lernen/
Vielfalt lernen
https://www.vielfalt-lernen.de/
http://vielfalt-lernen.zum.de/wiki/Hauptseite

Bildung und Digitalisierung

AUTORIN: Tanja Breukelchen
BILDNACHWEIS: Veit Mette, Arne Weychardt

Wie lassen sich digitale Medien nutzen, um die Bildung in Deutschland zu verbessern? Das „Forum Bildung Digitalisierung“ gibt Antworten auf diese Frage.

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Tablets schon für die Kleinsten. Digitale Bildungsangebote an den Schulen. Studiengänge im virtuellen Hörsaal. – Initiativen und Angebote für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien gibt es viele. Was fehlt, ist eine gemeinsame Strategie für das Bildungssystem.

„Forum Bildung Digitalisierung“

Deshalb haben Deutsche Telekom Stiftung,  Bertelsmann Stiftung, Robert Bosch Stiftung, Stiftung Mercator und Siemens Stiftung das „Forum Bildung Digitalisierung“ ins Leben gerufen. Eine Plattform für alle maßgeblichen Akteure aus Bildungspraxis, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, deren Ziel es ist, die Chancen der Digitalisierung für bessere Bildung in Deutschland zu nutzen.

„Digitale Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit dem Forum Bildung Digitalisierung laden wir alle zur Mitarbeit ein, die die Technik in den Dienst der Pädagogik stellen wollen.“
Dr. Jörg Dräger, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung

Austausch mit System

Mehr Verständnis für die Möglichkeiten und bessere Voraussetzungen im Bildungssystem – dafür stehen die Stiftungen und wollen Netzwerke schaffen: „Unsere Initiative wird von der gemeinsamen Überzeugung getragen, dass digitale Medien dabei helfen können, pädagogische Herausforderungen zu bewältigen und so chancengerechte Teilhabe zu fördern“, betont Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. „Digitale Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit dem „Forum Bildung Digitalisierung“ laden wir alle zur Mitarbeit ein, die die Technik in den Dienst der Pädagogik stellen wollen. „Politik und Bildungspraxis können hiervon- und miteinander lernen und den Weg gemeinsam gehen.“

Drei Kernthemen

Die schulische Bildung steht im Fokus der Aktivitäten. Dabei sind drei Kernthemen von Interesse: personalisiertes Lernen, die Entwicklung von Kompetenzen für die digitalisierte Welt und die Gestaltung der Veränderung auf Basis sinnvoller pädagogischer Konzepte

Und weil das alle angeht und jeder die Chance haben sollte, das Forum zu nutzen, werden alle Aktivitäten, gewonnenes Wissen, anstehende Termine und viele spannende Hintergründe auf der Internetseite www.forumbd.de gebündelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

40 Jahre Bertelsmann Stiftung
Digitalisierung der Bildung – Harvard für alle:
Wie Zugang zu Wissen weltweit wirklich wird
Video anschauen
Stiftungen starten Kooperation für das Lehren und Lernen in der digitalisierten Welt
Wie lassen sich digitale Medien nutzen, um die Bildung in Deutschland zu verbessern?
http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2016/mai/stiftungen-starten-kooperation-fuer-das-lehren-und-lernen-in-der-digitalisierten-welt/
Forum Bildung Digitalisierung 
http://www.forumbd.de/

Inklusion kann gelingen

Woran erkennt man gute schulische Inklusion? Dieser Frage widmet sich die Publikation „Inklusion kann gelingen!“, die zur Verleihung des Jakob Muth-Preises 2016 erschienen ist.

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AUTOREN: Tanja Breukelchen
BILDNACHWEIS: Michael Bergmann

Gemeinsamer Unterricht von Schülern mit und ohne Handicap ist für alle ein Gewinn. Die Publikation beschreibt die zentralen Forschungsergebnisse eines Kooperationsprojekts zwischen der Universität Hannover und der Bertelsmann Stiftung. Die Ergebnisse belegen, dass gute inklusive Schulen das Kind mit seinem Bildungserfolg in den Mittelpunkt stellen.

Dabei analysieren die Autoren Jakob Muth-Preisträgerschulen der vergangenen Jahre und arbeiten sieben Merkmale guter inklusiver Schulen heraus, die in einer dem Buch beiliegenden Broschüre zusammengefasst sind. Bewährte Methoden und Elemente inklusiver Schulentwicklung, praxisorientiert dargestellt, ergänzen die Analyse. Hinzu kommen ein Überblick zum Forschungsstand, zu den Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern und die Sichtweise von Eltern und Lehrkräften auf inklusives Lernen.

Der 2009 ins Leben gerufene Jakob Muth-Preis ist eine Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen UNESCO-Kommission. Der Namensgeber, Professor Jakob Muth (1927 – 1993), setzte sich schon früh für eine gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder ein und war überzeugt, dass jedes gute Beispiel Früchte trägt. Eben solche guten Beispiele werden jährlich mit drei gleichwertigen Preisen für Einzelschulen in Höhe von jeweils 3000 Euro und einen Preis an einen Schulverbund in Höhe von 5000 Euro vergeben.

PUBLIKATIONEN

Inklusion kann gelingen!
Forschungsergebnisse und Beispiele guter schulischer Praxis
Leseprobe
Auf dem Weg zum gemeinsamen Unterricht?
Aktuelle Entwicklungen zur Inklusion in Deutschland
Leseprobe

Individuell fördern mit digitalen Medien

Kinder und Jugendliche wachsen heute völlig selbstverständlich mit Smartphone, Tablet, Notebook & Co auf. Die digitalen Medien bieten zweifelsohne Chancen und Möglichkeiten für den Einzelnen – aber sie bergen auch Risiken.

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BILDNACHWEIS: Dirk Eusterbrock

Wie können Schüler und Lehrkräfte von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren? Was sind gute Beispiele für einen pädagogisch sinnvollen Umgang mit digitalen Medien in Schule und Unterricht? Wie können digitale Medien für das Lernen, insbesondere für individuelle Förderung und Binnendifferenzierung, nutzbar gemacht werden? Und wie sieht Schul- und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien aus?

Auf diese und weitere Fragen gibt die Publikation „Individuell fördern mit digitalen Medien“ Antworten. Sie enthält drei Studien, die Teilaspekte der Medienintegration in den Blick nehmen, sowie Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Schulformen, Schulstufen und Unterrichtsfächern.

Wichtiges Wissen für alle, die vor der Herausforderung stehen, Heranwachsende zu einem selbstbestimmten und kritischen, aber auch zu einem produktiven und kreativen Umgang mit digitalen Medien zu befähigen.

PUBLIKATIONEN

Individuell fördern mit digitalen Medien
Chancen, Risiken, Erfolgsfaktoren
Leseprobe
LernLab Schule:
Veranstaltung zum Lernen mit digitalen Medien
Video anschauen

Lehren und Lernen 2.0

AUTOREN: Steffan Heuer
BILDNACHWEIS: David Magnusson

Wenn es um die Wahl der richtigen Schule geht, stehen Eltern im Ballungsraum zwischen San Francisco und Silicon Valley vor  verwirrenden Vielfalt. Neben hunderten von öffentlichen Einrichtungen, die annähernd 300.000 Kinder …

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… von der Vorschule bis zur 12. Klasse mit oft unterschiedlichen Ergebnissen bedienen, entstehen immer mehr Privatschulen. Alleine in San Francisco besuchen 12.000 oder jedes sechste Kind eine Privatschule — mehr als an jedem anderen Ort in Kalifornien.

Bildung mit Signalwirkung

Viele dieser neuen Schulen werden als ehrgeizige Experimente von prominenten Hightech-Millionären finanziert, die Mängel des staatlichen Angebots mit parallelen Angeboten korrigieren wollen. Sie versprechen eine moderne Erziehung, die dank Software und Datenanalyse besser an die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Einzelnen angepasst sei. Und sie erhoffen sich eine Signalwirkung auf den Rest des Bildungsbetriebs, sollte sich herausstellen, dass ihre Modelle nicht nur bessere Leistungen produzieren, sondern Kinder und Jugendliche auch besser auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft vorbereiten.

12

TSD

Kinder besuchen in San Francisco eine Privatschule

35

TSD

Dollar kann eine jährliche Schulgebühr im Silicon Valley kosten

250

MRD

Dollar soll der US-Markt für Bildungs-Software bis 2020 wert sein

Offen für alle

Trotz privater Trägerschaft stehen diese Schulen auch Familien offen, die sich jährliche Gebühren von bis zu 35.000 Dollar sonst nicht leisten könnten. Durch Steuergelder finanzierte „Charter Schools“ verteilen ihre Plätze im Losverfahren während andere Neugründungen vom Einkommen der Eltern abhängige Stipendien vergeben, die oft jedem zweiten Schüler zugutekommen. Der Experimentierfreude sind von offizieller Seite wenig Grenzen gezogen. Jede neue Schule hat fünf Jahre Zeit, die Tauglichkeit ihres Modells unter Beweis zu stellen, bevor die Behörden Statistiken verlangen, um die Zulassung zu verlängern.

Wirtschaftliche Interessen

An viel beachteten Experimenten herrscht deshalb kein Mangel. Dabei sind auch handfeste wirtschaftliche Interessen im Spiel. Der weltweite Markt für Erziehungs- und Bildungssoftware wächst nach Branchenschätzungen jährlich um 17 Prozent und soll bis 2020 gute 250 Milliarden Dollar wert sein. Hinzu kommen Erwartungen, dass die Trump-Regierung die Privatisierung des US-Schulwesens massiv vorantreiben wird und so neue Geschäftsgelegenheiten schafft

Annette Bauer,
Leiterin AltSchool Dogpatch
Danny Etcheverry,
Direktor der Rocketship Mosaic Elementary
Jeff Snipes,
Mitbegründer und Vorsitzender
Millennium School San Francisco

AltSchool

Wie Unternehmergeist das Konzept moderner Bildung vorantreiben und in neue Bahnen lenken kann, so dass Innovation allen Bevölkerungsgruppen zugute kommt, zeigen viele weitere Schulen. Die AltSchool zum Beispiel, eine Art digitale Montessori-Schule. Sie entstand aus der Frustration des ehemaligen Google-Managers Max Ventilla, der für seine Tochter keine geeignete Grundschule finden konnte und deshalb einfach selber eine gründete

Rocketship Mosaic Elementary

Dieses Modell verbindet Elemente einer militärischen Grundausbildung mit der steten Betonung akademischer Exzellenz und intensiver sozialpädagogischer Betreuung. Rocketship hat ein erfolgreiches Netzwerk von landesweit 16 Schulen aufgebaut. Alle Einrichtungen werden als Charter Schools betrieben, die von der Kommune zugelassen und durch Steuergelder finanziert werden und so mit bereits existierenden, öffentlichen Schulen nebenan konkurrieren.

Millennium School

Mitten in San Francisco liegt die Millennium School. Sie öffnete 2016 die Türen für den ersten Jahrgang und will sukzessive eine sechste, siebte und achte Klasse aufbauen. Die Schule will zu Achtsamkeit und Selbstverwirklichung anleiten.

Ist Privatisierung der richtige Weg?

„Das ist eine verständliche Reaktion auf die Probleme, vor denen wir alle stehen. Einige gehen sogar so weit, dass sich öffentliche Bildung nicht reparieren lässt, und propagieren individuelles Lernen“, erklärt der Bildungsforscher Prof. Dr. Michael Fullan die Entwicklung: „Alle diese Experimente üben eine Art guten Druck aus, der den Wandel vorantreiben kann. Aber man muss diesen Trend auch auf lange Sicht sehen. Diese neuen Schulen kommen vor allem Privilegierten zugute. Im Gegenzug wird das öffentliche Bildungssystem schlechter, denn es fängt nur noch die schwächeren Schüler auf — selbst wenn das mehr als die Hälfte der Bevölkerung eines Landes ist. Ich glaube hingegen, dass das öffentliche System dramatisch verbessert werden kann. Mein Optimismus speist sich aus der Tatsache, dass wir mit neuen pädagogischen Ansätzen und neuer Technologie die Motivation aller Beteiligten wieder wecken können.“

Den vollständigen Artikel über Schulen im Silicon Valley lesen Sie im Strategiemagazin „change“.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Jörg Dräger (Bertelsmann Stiftung):
Was Digitalisierung wirklich bedeutet
Video anschauen
Centrum für Hochschulentwicklung
Projekt: Hochschulforum Digitalisierung
www.che.de
Digitalisierung der Bildung
http://www.digitalisierung-bildung.de/
AltSchool 
www.altschool.com
Rocket Mosaic Elementary
http://www.rsed.org/mosaic/
Millenniumschool
www.millenniumschool.org

Medienprojekte

Nicht erst Tablets und Co. haben den Unterricht revolutioniert. Diese beiden Projekte der Bertelsmann Stiftung setzten weit früher an – und waren damals wie heute wirkungsvoll.

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BILDNACHWEIS: Archiv Bertelsmann Stiftung

Medienpädagogisches Projekt am Evangelisch Stiftischen Gymnasium

Ein Gesetz des Kultusministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen von 1979 und das Gutachten „Ausstattung von Schulen mit audiovisuellen Medien“ waren die Grundlagen für die Entscheidung der Bertelsmann Stiftung, mit dem Evangelisch Stiftischen Gymnasium in Gütersloh Anfang der Achtzigerjahre ein umfangreiches Medienprojekt zu vereinbaren. Inhalt der Zusammenarbeit war eine stufenweise Ausstattung des Gymnasiums mit unterrichtswirksamen Medien.

Ziel war es, praktische Erfahrungen auf dem damals noch sehr diskutierten Gebiet der Mediendidaktik zu sammeln und einen Beitrag zur Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit mit audiovisuellen Medien in Schulen zu leisten.

1981 wurde der Kooperationsvertrag unterzeichnet. In den Folgejahren wurden unter anderem Arbeitsplätze für audiovisuelle Medien und Informatik eingerichtet, die Klassenräume und Fachschaften mit weiteren Medien ausgestattet, eine Mediothek gebaut und Fachräume für Filmanalyse und Computergrundbildung eingerichtet.

Internet-ABC

Ein ähnliches Projekt war das 2001 online gegangene Internet-ABC eine zentrale, unabhängige und leicht zugängliche Plattform im Internet für Eltern, Pädagogen und Kinder (6 bis 12 Jahre), die durch Informationen über den sicheren Umgang mit dem Internet die Medienkompetenz stärkt. Die Webseite war auch ein Ratgeber über Filtersoftware zum Schutz gegen jugendgefährdende Inhalte.

Das Projekt wurde von prominenten Köpfen aus Bildung, Politik, Medien und Sport mit Patenschaften unterstützt, darunter Wolfgang Clement, Nina Ruge, Franz Beckenbauer, Sabine Christiansen und Günther Jauch.

Das Projekt wird vom Verein Internet-ABC e.V. in Düsseldorf weitergeführt.

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