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Ein Jubiläum ist immer ein Moment, auf das Geleistete zurückzuschauen und es zu würdigen. Es ist aber gleichzeitig Anlass und Auftrag für die Bertelsmann Stiftung, nicht still zu stehen und die zukünftigen Herausforderungen für uns Menschen in unserer Welt in den Fokus zu nehmen.

Selbst denken – selbst handeln

AUTOR: Thomas Röbke
BILDNACHWEIS: Achim Multhaupt

Selbst denken, selbst handeln – dazu will der Sozialpsychologe seine Mitbürger anstiften. Es sei Zeit für alternative Lebensstile und Wirtschaftsformen. Sie aufzuzeigen, sie zu vermitteln, Ideen zu generieren und zu sammeln, dazu dient die gemeinnützige Stiftung Futurzwei, deren Mitbegründer und Direktor Harald Welzer ist.

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Was wollen Sie mit Futurzwei erreichen?

Prof. Dr. Harald Welzer: Wir wollen gute Geschichten zum Thema Nachhaltigkeit erzählen, Menschen porträtieren, die sich konstruktiv mit der Gesellschaft auseinandersetzen. 2017 werden wir Futurzwei relaunchen und noch politischer werden.

Die Initiative Offene Gesellschaft, die Sie mitbegründet haben, ist aus Futurzwei heraus entstanden. Sie soll der schweigenden Mehrheit im Jahr der Bundestagswahl eine Stimme geben, für eine konstruktive Debatte über die Zukunft der offenen Gesellschaft.

Obwohl mehr als vier Fünftel der Wählerinnen und Wähler ihr Votum für Freiheit und Demokratie abgeben, gilt die ganze Aufmerksamkeit der Politik dem einen Fünftel, das eine offene Gesellschaft nicht will. Das wollen wir ändern. Wir kennen es ja eigentlich so, dass man Minderheiten stützen muss. Doch nun geht es darum, eine gesellschaftliche Mehrheit zu fördern und zu stützen.

Wie ist es überhaupt zu dieser Situation gekommen?

Es ist eine Schieflage in der politischen Kommunikation entstanden. Die öffentlich debattierten Themen werden weitestgehend von der rechten Seite vorgegeben. Von einer Minderheit, die durch Grenzüberschreitungen, durch skandalisierbare Begriffe die Diskurshoheit erobert. So entsteht der falsche Eindruck, dies wären die Themen, die die Mehrheit umtreibt. Wir wollen dieser Schieflage in der politischen Kommunikation gegensteuern und wagen das paradoxe Unterfangen, der Mehrheit eine Stimme zu geben.

Geht es in der derzeitigen Situation einfach darum, das Schlimmste zu verhindern? Oder kann daraus auch etwas Positives entstehen, ein Fortschritt der Gesellschaft – durch sich engagierende Bürger?

Klar. Auf das, was jetzt die Initiative Offene Gesellschaft macht, hätten wir eher kommen sollen. Die politische Landschaft hat sich so entwickelt, dass Politiker immer irgendwas liefern müssen und dass das demokratische Gemeinwesen ihnen dabei zuschaut. Symptomatisch dafür ist diese Talkshow-Kultur, die mit Politik verwechselt wird. Aber so funktioniert Demokratie auf Dauer nicht.

Man wählt Repräsentanten, die das Geschäft des Regierens übernehmen – das steht doch wohl außer Frage…

Natürlich, aber die eigentliche Idee ist doch: Es gibt ein lebendiges politisches Gemeinwesen, das Teil hat an den öffentlichen Angelegenheiten. Das ist über die letzten Jahrzehnte ganz stark verloren gegangen. Ich möchte sagen: Es ist geradezu cool, dass wir jetzt eine Situation haben, in der dem Bürger plötzlich wieder bewusst wird, wie wichtig Demokratie ist und dass sie nur dann existiert, wenn genug Menschen für sie eintreten.

Wer sich engagieren will, geht auf die Internetseite der Initiative Offene Gesellschaft – und dann?

Es gibt verschiedene Stufen des Engagements. Das fängt damit an, sich einfach als Freundin oder Freund anzumelden. Man kann auch ein Foto oder einen kleinen Film hochladen, mit einem Statement, warum man für eine offene Gesellschaft ist. Wer sowieso bei einer Organisation oder einem Unternehmen eine Veranstaltung macht, die mit Demokratie und offener Gesellschaft zu tun hat, kann sie hier mit einbringen. Oder selber etwas organisieren, dafür finden sich bei uns Anleitungen. Es gibt sogar einen kleinen Fonds, bei dem man bis zu 3000 Euro zur Finanzierung beantragen kann.

Eine oft gehörte Klage ist: „Wir da unten und ihr da oben“, Stichwort Demokratieverdrossenheit. Wie bekommt man diese Schere wieder zusammen?

Niemals ganz, die ist ja objektiv da. Wir wissen aus der Sozialpsychologie, dass Menschen relativ wenig Probleme mit Ungleichheit haben, wenn sie das Gefühl haben, es ginge trotz allem gerecht zu. Wenn aber die Supermarktkassiererin entlassen wird, weil sie einen Pfandbon von ein paar Cent nicht vernünftig abgerechnet hat, aber ein Herr Winterkorn, obwohl er ein wichtiges Unternehmen ruiniert, noch ein paar Millionen Euro Bonuszahlungen bekommt, sagen die Leute: Das ist ungerecht, das ist nicht fair. Und werden richtig sauer. Oder sie verlieren das Systemvertrauen und wenden sich ab. Auch da gab es in den letzten Jahren eine große Fahrlässigkeit im Umgang mit diesem extremen Anwachsen der Vorstandsgehälter und der vollständigen Entfernung von den Gehältern, die jetzt die Facharbeiter oder Ingenieure bekommen. Das hat nichts mehr mit Leistung zu tun. Das ist nicht gut für eine Gesellschaft, wenn diese Diskrepanzen so groß werden.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Harald Welzer über Populisten: Die besten Zitate
http://www.change-magazin.de/de/harald-welzer-ueber-populisten/

Im Kleinen gemeinsam Großes bewegen

AUTORIN: Tanja Breukelchen
BILDNACHWEIS: Jan Voth

Soziale Leistungen werden von vielen verschiedenen Einrichtungen erbracht. Gefragt sind neue Ansätze der Koproduktion, um ein gemeinsames Handeln zu ermöglichen und drängende Herausforderungen zu bewältigen.

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Synergien vor Ort

Mit „Synergien vor Ort“ erprobt und etabliert die Bertelsmann Stiftung mit gemeinnützigen Organisationen und Kommunen neue Ansätze der Koproduktion und des gemeinsamen Wirkens. Eigene Studien und das Sammeln guter Beispiele liefern eine Bestandsaufnahme. Neue Formen der Zusammenarbeit und Einbeziehung werden entwickelt, erprobt und das Material dazu allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Ab 2017 gibt es Weiterbildungsangebote. Veranstaltungen, Workshops und Studienreisen fördern den Austausch in Deutschland und über die Grenzen hinweg.

Engagierte Stadt

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Bertelsmann Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt, der Generali Zukunftsfonds, die Herbert Quandt Stiftung, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung stehen hinter dem Förderprogramm „Engagierte Stadt“, mit dem lokale Kooperationen unterschiedlicher Akteure eine gemeinsame Strategieentwickeln können. „Engagierte Stadt“ setzt nicht auf bestimmte Einrichtungstypen und Organisationsformen, sondern auf die Lösungskompetenz der Agierenden vor Ort. Bewerben konnten sich zivilgesellschaftliche Träger- und Mittlerorganisationen für Engagement, wie zum Beispiel Freiwilligenagenturen, Bürgerstiftungen oder Seniorenbüros aus Städten und Gemeinden zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern.

Phineo

Mit Wirkungsanalysen, einem kostenfreien Spendensiegel, Publikationen, Workshops und Beratung unterstützt das Analyse- und Beratungshaus Phineo gemeinnützige Organisationen und Investoren wie Stiftungen oder Unternehmen darin, sich noch wirkungsvoller zu engagieren. Das „Kursbuch Stiftungen“ etwa ist randvoll mit Know-how und Praxistipps. Es wurde in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung entwickelt und kann kostenlos heruntergeladen oder per Post bestellt werden. Der Praxisratgeber „Kursbuch Wirkung“ hilft, Projekte wirkungsorientiert zu planen und umzusetzen. „Wirkungsorientiert“ heißt, die Zielsetzung der Projekte immer mitzudenken: Was soll das Projekt bewirken? Wen soll es erreichen? Und welche Veränderungen soll es bei der Zielgruppe auslösen?

Jung bewegt

Das Engagement von Kindern und Jugendlichen will „Jung bewegt“ fördern – zunächst in den Pilotregionen Berlin, Magdeburg, Halberstadt und Mainz. Ziel des Projektes: Junge Menschen sollen unabhängig von Herkunft und Bildungsstand die Möglichkeit haben, sich für die Gesellschaft und auch für ihre eigenen Belange einzusetzen. In Zusammenarbeit mit 62 Bildungseinrichtungen werden damit rund 20.000 Kinder und Jugendliche erreicht. Das Projektteam gibt seine Erfahrungen gern an Kitas, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen weiter.

Wegweiser Kommune

Mit dem Wegweiser Kommune stellt die Bertelsmann Stiftung allen Kommunen ein vielfältiges Informationssystem zur Verfügung. Für alle deutschen Kommunen mit mehr als 5.000 Einwohnern enthält der Wegweiser Daten, Bevölkerungsprognosen und konkrete Handlungskonzepte. Für 2.950 Städte und Gemeinden, in denen etwa 86 Prozent der Bevölkerung Deutschlands leben, und 295 Landkreise ermöglicht der Wegweiser Kommune so einen Blick auf die Entwicklung in den Politikfeldern demographischer Wandel, Bildung, Finanzen, Integration, Pflege, soziale Lage sowie Wirtschaft & Arbeit.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Ratgeber für die Praxis

Der „Praxisratgeber Zivilgesellschaft“ und die Methoden der „Technology of Participation®“ geben Wissen und hilfreiche Tipps für das eigene Engagement und die konkrete Förderpraxis.

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AUTOR: Tanja Breukelchen

Stiftungen, gemeinnützige Organisationen und engagierte Einzelpersonen finden im „Praxisratgeber Zivilgesellschaft“ internationale und nationale Beispiele sowie zahlreiche Checklisten für die individuelle Umsetzung ihrer Anliegen. Der Leitfaden „Gemeinsam wirken“ etwa beschreibt die fünf wichtigsten Erfolgsfaktoren des ursprünglich aus den USA kommenden Gemeinsam-Wirken-Ansatzes (engl. Collective Impact).

Die Methoden der „Technology of Participation®“ (ToP®) wurden in den 1970er Jahren in den USA vom Institute of Cultural Affairs (ICA) entwickelt. Anlass war die Beobachtung, dass immer wieder Minderheiten von politischen (Entscheidungs-)Prozessen ausgeschlossen wurden. Das Konzept: Qualifizierung und Beratung in Beteiligungsprozessen. ToP® liefert auch Moderationsunerfahrenen schnell praktikables Handwerkszeug und ist somit sehr gut für Jugendliche geeignet, die damit erste Erfahrungen in der Moderation von Gruppen machen können.

PUBLIKATIONEN

Praxisratgeber Zivilgesellschaft
Übersicht der Publikationen
Die Kunst der Beteiligung
Partizipative Moderation mit der »Technology of Participation« (ToP®)
PDF-Download

Eine neue Bürgerstiftung

AUTOREN: Olaf Tarmas, Tanja Breukelchen
BILDNACHWEIS: Axel Martens

Lautlos gleitet der Kahn durch den Kanal, Sonnenflecken sprenkeln das klare Wasser, Lichtarme dringen bis auf den weichen Grund. Am Ufer ziehen Holzhäuschen und Gärten vorbei, dann wieder Erlenwälder mit knolligen Wurzeln. Es ist die schönste Spreewaldidylle, die sich dem Besucher an einem warmen Sommertag hier bietet.

Eine Kulturlandschaft, die es zu erhalten gilt – das ist das Ziel der Bürgerstiftung, die sich 2007 gegründet hat. Die wichtigste Aufgabe sieht Stiftung darin, Anwohner und örtliche Unternehmen …

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… mit kleinen, beispielhaften Projekten zu animieren, selbst etwas für den Erhalt der Landschaft zu tun. Wie ganz zu Beginn bei der Wiederherstellung der Puschasch-Zeitz-Ecke, die an einer der beliebtesten Kahn- Fährrouten des Spreewaldes liegt und fast völlig verwildert war.

Gelände zurückerobern

Eine örtliche Tiefbaufirma sorgte mit ihrem Spezial-Schreitbagger, der durch das sumpfige Gelände waten kann, für einen stabilen Untergrund, ein lokaler Gastwirt brachte sich als Sponsor ein. Ohne die Stiftung wäre das Projekt nicht zustande gekommen. Sie entwickelte die Idee, brachte alle Beteiligten an einen Tisch – und warb die notwendigen finanziellen Mittel ein.

„Wir sind sehr stolz, dass die Aktion auch im zweiten Jahr so erfolgreich ist“
Holger Bartsch, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Kulturlandschaft Spreewald

Streuobstwiese erhalten

Ein weiteres Projekt der Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald ist seit 2012 die Pflege einer Streuobstwiese in Stradow, auf der sich hauptsächlich Apfelbäume, einige Birnbäume, sowie wenige Kirsch- und Pflaumenbäume befinden. Viele Jahre wurden diese alten Bäume nicht gepflegt. Das zu ändern war das Ziel der Bürgerstiftung, denn Streuobstwiesen gehören zum Landschaftsbild der Kulturlandschaft Spreewald. 2013 wurden die ersten Baum-Patenschaften vergeben. Die Idee: Die Baum-Paten dürfen drei Jahre lang das Obst „ihres“ Baumes ernten. Die durch die Patenschaften eingenommenen Spenden fließen in die Pflege der Bäume.

Stiftungs-Honig

Inzwischen gibt es sogar einen eigenen „Spreewälder Stiftungs-Honig“. Ein speziell untersuchter Honig, der die biologische Vielfalt des Spreewaldes in seiner Pollenzusammensetzung repräsentiert, wurde zum Stiftungshonig als „Spreewälder Frühlings- u. Sommerblüte“ entwickelt. Analysen, Abholung und Versendung der Proben wird für Imker, die am Projekt teilnehmen, von der Bürgerstiftung organisiert. Die Honigproben werden von einem Projektpartner, dem Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf, untersucht. Die Qualität und Vielfalt der Blütenpflanzen im Spreewald kann auf diese Weise dargestellt werden. So wurde der Stiftungs-Honig ein Spendenprojekt, dass es der Bürgerstiftung ermöglicht, Kleinstspenden bei Freunden und Gästen der Spreewaldregion einzuwerben.

Die Wiesenaktie

Die neueste Aktion der Stiftung ist eine „Wiesenaktie“, eine Spendenaktion, um die Kulturlandschaft Spreewald zu erhalten. „Wir sind sehr stolz, dass die Aktion auch im zweiten Jahr so erfolgreich ist, betont der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Holger Bartsch, denn mit der Formel „50 Euro für 1000 Quadratmeter Feuchtwiesenpflege eines Jahres“ hat die Stiftung direkte Unterstützung bei Bürgern gefunden, denen der Spreewald als Heimat, Kulturgut und Schatz der Natur am Herzen liegt.

Flächen erhalten

Durch das Geld konnten Projekte ins Leben gerufen werden, die besondere Flächen vom Spreewaldkahn aus sichtbar werden lassen. „Aktionäre“ der Spendenidee sind Bürger und Gäste der Region. Tourismusunternehmen der Kahnfährgenossenschaften waren Vorreiter. Und Unternehmen aus dem Umfeld der Stadt Lübbenau unterstützen die Idee. Großzügig und dauerhaft.

Eckdaten der Gestaltung

Bei jeder Stiftungsgründung müssen zu diesen sechs Fragen eindeutige Festlegungen getroffen werden:

  • Rechtsform
  • Name
  • Sitz
  • Vermögen
  • Zweck
  • Organisation

Umfassende Informationen zu diesen Fragen und weiteren Themen rund um die Gründung von Bürgerstiftungen finden Sie im Handbuch Bürgerstiftungen

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Auf dem Weg in die globale Zivilgesellschaft
Bürgerstiftungen im 21. Jahrhundert
E-Book
20 Jahre Bürgerstiftungen in Deutschland
Video anschauen
Initiative Bürgerstiftungen
Die Gründung einer Bürgerstiftung
Website
Bürgerstiftung Gütersloh
www.buergerstiftung-guetersloh.de

Von Bürgern für Bürger: Gemeinsam Zeit, Geld und Ideen stiften

Mit wenig Geld zum Philanthropen: Bürgerstiftungen werden immer beliebter, auch dank der Unterstützung durch die Bertelsmann Stiftung.

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BILDNACHWEIS: Archiv Bertelsmann Stiftung

Initiative Bürgerstiftungen

Ende 2001 rief die Bertelsmann Stiftung mit der Klaus Tschira Stiftung, der Körber-Stiftung und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen die „Initiative Bürgerstiftungen“ ins Leben. Ihr Ziel: Hilfe bei Gründung, Vernetzung und Erfahrungsaustausch. Das „Transatlantische Netzwerk Bürgerstiftungen“ organisierte den Erfahrungsaustausch zwischen europäischen und nordamerikanischen Bürgerstiftungen. Unterstützt durch die Informations- und Beratungsangebote der Bertelsmann Stiftung, sind in Deutschland seither mehr als 290 Bürgerstiftungen entstanden. Dazu beigetragen hat auch das Vorbild die „Bürgerstiftung Gütersloh“.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Bürgerstiftung Gütersloh
www.buergerstiftung-guetersloh.de
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