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Megatrends

Soziale Ungleichheit, Digitalisierung, Globalisierung und demographischer Wandel – ­diese vier Megatrends hat die Bertelsmann Stiftung identifiziert. Sie bestimmen unseren Alltag, unser wirtschaftliches, politisches und kulturelles Leben. Die Projekte der Bertelsmann Stiftung nehmen diese Trends in den Blick und berücksichtigen deren Auswirkungen auf die Teilhabechancen der Menschen.

Demographischer Wandel

Immer älter, immer bunter, aber nicht unbedingt weniger

Bildnachweis: Getty Images/Cultura RF/Ian Nolan

Der demographische Wandel hat sich zuletzt anders vollzogen als von vielen vorhergesagt.

Das Schrumpfen der Bevölkerung ist wegen der gestiegenen Zuwanderung auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Alterung setzt sich allerdings nahezu unverändert fort und bunter wird die Gesellschaft durch wachsende Heterogenität in Herkunft, Familienzusammenhängen und Lebensentwürfen allemal.

Auswirkungen hat das auf fast alle Politikfelder, wie etwa den Arbeitsmarkt, soziale Sicherung, Bildung, Gesundheits- und Pflegepolitik, Familien- und Seniorenpolitik. Deutschland weist dabei große regionale Unterschiede auf, die vor allem auch die Kommunen vor differenzierte Herausforderungen stellen.

Für die jeweiligen Problemlagen müssen passgenaue Lösungen entwickelt werden.

Digitalisierung

Die Welt ist online

Bildnachweis: iStockphoto/dem10

Heute nutzen 80 Prozent der OECD-Bevölkerung das Internet, bei den 16-bis 24-Jährigen sogar schon 95 Prozent.

Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche und verspricht viele Chancen: Demokratie wird transparenter, politische Beteiligung leichter. Die Wirtschaft kann produktiver werden, Beruf und Familie lassen sich leichter vereinbaren. Bereiche wie Bildung und Gesundheitsversorgung verändern sich rasant, gehen besser auf individuelle Bedürfnisse ein.

Doch der Megatrend Digitalisierung birgt auch große Herausforderungen. Lässt sich die Informationsflut noch  beherrschen? Wie sichern wir Teilhabe für die bislang digital Abgehängten? Müssen Algorithmen und Big Data gezähmt werden?

Fragen der Zukunft.

Soziale Ungleichheit

Im Teufelskreis der Armut

Bildnachweis: plainpicture/Lubitz + Dorner

Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Zudem ist der Weg aus der Armut in Deutschland in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Das ist besonders problematisch, da sich Menschen in Armut oftmals in einer Negativspirale befinden: Sie können weniger in ihre Gesundheit und Bildung investieren und haben schlechteren Zugang zu politischer Beteiligung oder Kultur. Schließlich sind auch ihre Chancen am Arbeitsmarkt geringer.

Dieser Teufelskreis der Armut setzt sich vielfach in nachfolgenden Generationen weiter fort. Denn auch die Kinder aus sozial benachteiligten Elternhäusern haben geringere Bildungschancen, sind häufiger gesundheitlich belastet und erleben soziale und kulturelle Ausgrenzung. Soziale Ungleichheit wird dadurch verfestigt und Kindern die Chance auf Bildung und Teilhabe genommen.

Globalisierung

Die Welt wird kleiner

Bildnachweis: plainpicture/Lubitz + Dorner

Länder und Menschen sind vernetzt wie nie zuvor. Wege werden kürzer. Diese zunehmende wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Verflechtung heißt Globalisierung.

Durch sie verschieben sich ökonomische, demographische und politische Gewichte. Internationale Arbeitsteilung und technologischer Fortschritt haben weltweit zu stärkerem Wirtschaftswachstum und einem Aufholen der Schwellenländer geführt, dennoch haben sich die absoluten Unterschiede zwischen den Industrienationen und dem Rest der Welt vergrößert.

Wie kann man dem gegensteuern? Wie kann man nachhaltiger wirtschaften? Und wie lassen sich Konfliktpotenziale, die mit der sozialen, kulturellen und religiösen Vielfalt einhergehen, reduzieren und die Chancen dieser Vielfalt besser nutzen?

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